Kraftortwanderung zum Isarursprung im Karwendel
- Ilka Sventja Küster

- vor 13 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Dieser Blogbeitrag darf endlich auch hier wieder sichtbar werden. Geschrieben habe ich ihn Anfang Januar 2023 und als ich mit der Homepage umgezogen bin, blieb er erstmal im Fundus. Jetzt habe ich mich erinnert, weil ich von der besonderen Energie der Isar gesprochen hatte. Das liegt nicht zuletzt an ihrem Ursprung. Hier also der abgestaubte Beitrag zu unserer Kraftortwanderung zum Isarursprung und ein kleiner Rückblick am Ende aus heutiger Sicht. Diese Wanderung hat nämlich einiges bewirkt.
Am Freitag hatte ich aus dem Nichts plötzlich die Idee einen Ausflug zum Isarursprung zu machen. Irgendwann hatte ich davon schon mal gelesen und jetzt ploppte das plötzlich wieder hoch. Am Freitag war es dann schon zu spät dafür, aber wir nahmen es uns direkt für Samstag vor.
Dafür durften wir dann echt früh los. Auch wenn die Isar bei uns "vor der Tür" fließt, ist ihr Ursprung in Tirol. Von Scharnitz aus sind es dann gute 12 km zu Fuß ins Hinterautal.
Es war so unglaublich schön an der Isar entlang in dieses Tal zu wandern!

Was wir definitiv unterschätzt hatten, war dass halt Januar ist! Bei uns zuhause sind einstellige Plusgrade und zum Teil warmer Föhnwind. Im Hinterautal war es unter 0 Grad und es lag, je tiefer wir hineingingen, mehr und mehr Schnee und die Wege waren ziemlich vereist. Mich hat's bestimmt 6 oder 7 Mal hingelegt. Und wir liefen so ein bißchen gegen die Zeit. Denn so richtig lang hell ist es halt aktuell nicht.

Was mich aber wirklich total beeindruckt hat, war die Energie in diesem Tal. Ich beschäftige mich ja nun schon eine Weile mit Kraftorten und dieses Tal hat es echt in sich. Eigentlich erinnerte mich diese Wanderung von der Energie her an die Energie einer Wendespirale. Der Weg rein ist oft schwer und ungemütlich, er kostet Kraft und zeigt manchmal auch noch Themen auf. Erst in der Mitte wird es wirklich leicht und der Weg raus ist dann voller Freude. So war auch diese Wanderung.
Das Hinterautal ist gesäumt von zwei Bergketten, deren Gipfel links und rechts gute 1000 Höhenmeter und mehr über dem Tal trohnen. Es sind die beiden längsten Bergketten des Karwendels und verlaufen in Ost-West-Richtung ziemlich parallel.


Solche Täler sind aus geomantischer Sicht ganz spannend, weil sich die Energiefelder der Bergketten links und rechts überlagern und sich die Energie im Tal sammelt. Auch die Isar hat ein eigenes Energiefeld und sorgt dafür, dass die Energien der Bergketten sich da unten nicht stauen, sondern ein starker Energiestrom entsteht. Im Hinterautal ist das ein Strom, der von Osten nach Westen fließt. Und das war so spürbar beim Weg hinein in das Tal. Wir liefen gegen den Energiestrom und das war viel anstregender als der Weg raus, obwohl der Weg in großen Teilen sehr eben verläuft. Ich hatte aber die ganze Zeit schon Verbindung mit Mutter Erde aufgenommen und mit der Dreifachen Göttin und spürte, wie sehr es mich zu dieser Quelle hinzog. Immer wieder sang ich auf diesem Weg.
Und auch wenn wir außer einem Eichhörchen und ein paar Vögelchen keine Tiere zu sehen waren, war es sichtbar und fühlbar, dass wir großen Herden von Hirschen und Rehen ganz nah waren. In dem Tal gibt es zwei große Futterplätze und Hufspuren in beachtlicher Größe begleiteten und den ganzen Weg. Ich dachte bei den Hirschen an den Jahreskönig der Dreifachen Göttin, der jetzt ebenfalls für uns unsichtbar in der Unterwelt verweilt. Jedenfalls noch bis zu Imbolc, wenn das Licht (die männliche Energie) zurück in die Welt kommt. In diesem Tal berührt die Sonne die Isar um diese Jahreszeit nie.
Quellen sind ja von ihrer Energie urweiblich. Hier fließt das weibliche Element Wasser aus dem weiblichen Element Erde, wird aus dem Schoß von Mutter Natur aus dem Dunkeln ins Licht geboren. Ich weiß schon, warum mich dieser Kraftort genau jetzt im Winter gerufen hat. Mich Winterkind. Es passt zu mir zu dieser Jahreszeit diesen Ort zu besuchen, trotz der zusätzlichen Herausforderungen. Und so fühlte es sich für mich auch wie eine Pilgerreise an und meine Anstregungen bei der Kälte wie ein Opfer, dass ich voller Liebe bringe.

Was den Isarursprung auch für mich spannend macht, ist, dass es gar nicht DIE EINE Isarquelle gibt. Es gibt DREI. Zwei Karstquellen, die dort entspringen und dauerhaft Quellwasser liefern und einen Bach, der nicht immer Wasser führt, der aber als dritte Quelle gilt. Jetzt unter all dem Schnee und Eis haben wir diese kleinen Quellen nicht einzeln aufgesucht, das haben wir für den Sommer nochmal auf dem Plan. Diesmal waren wir am Ursprung, wo diese drei Quellen sich zur Isar vereinen. Für mich ist die dreifache Göttin dort so präsent.

Ich legte auf dem Stein, der den Ursprung markiert mit getrockneten, gelben Rosenblättern eine Spirale und schenkte ihr dann noch Sonnenstrahlen. Dabei dankte ich diesem Platz, Mutter Natur und der dreifachen Göttin für ihr Wirken und ihre Unterstützung und bat um ihren Segen für das neue Jahr. Und ich fühlte diesen Segen sofort, wie er mich erfüllt und mir neue Kraft schenkte. Das war plötzlich so viel Lebensfreude und wir verließen den Ort fröhlich plappernd und lachend. Ich setzte mich noch mehrfach unfreiwillig auf den Hosenboden und jedes mal hatte ich dsa Gefühl, Mutter Erde spielt mit mir, bringt mich nochmal ganz physisch in Kontakt mit ihr und ich blieb immer auch einen kurzen Moment lachend liegen.

Es war unglaublich schön. Wir hatten den Ort ganz für uns. Das ist im Sommer sicher anders. Wenn die Sonne ihre Strahlen in dieses Tal schickt und die Quellen willkommene Erfrischung sind, hat dieser Ort sicher eine völlig andere Energie. Und das ist es, was ich in der Natur so liebe. Alles ist in Bewegung, alles folgt den uralten Zyklen. Und jetzt ist eben die Zeit der heiligen weiblichen Dunkelheit und Stille.
Rückblickend aus dem Sommer 2026 sehe ich diese Wanderung als Beginn einer tiefen Verbindung mit der Isar. Schon zuvor liebte ich ihre Energie, aber danach zeigte sie mir auch ihr wildes Gesicht und ihre enorme Heilkraft. Auch wenn ich gar nicht von hier komme, wurde die Isar hier zu "meinem" Fluss oder besser sollte ich wohl sagen, ich wurde zu einer ihrer Menschentöchter. Sie lässt mich entspannen und die Welt vergessen, sie schenkt mir Klarheit und Kraft und sie zwingt mich auch, mich meinen Themen zu stellen. Meine Rituale mit ihr haben eine gaz andere Kraft seit ich an ihrem Ursprung war.






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