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2026: Mein Platz in der Welt, ich komme!

  • Autorenbild: Ilka Sventja Küster
    Ilka Sventja Küster
  • vor 6 Tagen
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Mir klopft mein Herz gerade bis zum Hals. Wirklich. Mich hier, heute mit meiner neuen Ausrichtung zu zeigen, kostet mich so viel Mut. 2025 hat mir einen Spiegel vorgehalten, in dem ich mich ganz klar erkennen durfte und ich verdaue und integriere noch. Es ist aber so viel Klarheit da, die mich zur Umsetzung auffordert und der erste Schritt ist Kommunikation. Also los geht's. Hier kommen meine Erkenntnisse und die Veränderungen, die sich daraus ergeben.


Gefühlt habe ich mich in den letzten Jahren in meinem Business nicht weniger verbogen als zuvor in meiner Festanstellung - nur an anderen Stellen. Es ist echt verrückt. Denn in meiner Zeit als Projektleiterin war ich methodisch auf einem sehr guten Weg für mich, aber die Themen waren nicht wirklich meine. Als Teamleiterin habe ich die Projektarbeit losgelassen und merkte, wie sehr ich thematisch falsch unterwegs war. Als ich mich selbständig gemacht hatte, fand ich mein Herzensthema. Dazu gehören die Ahnen und eigentlich ist es viel größer, es geht um unsere Wurzeln und unsere Identität. Ich war so happy, das gefunden zu haben. Und weil ich so happy war, wollte ich mein Glück mit allen teilen und jedem helfen auch den Kontakt zu den Ahnen, zur Natur und zur Magie zu finden.


Was ich vor lauter Euphorie nicht bemerkt habe ist, dass ich automatisch die üblichen Methoden aus der spirituellen Bubble übernommen habe. Coaching, Energiearbeit, Begleitungen, Kurse, Programme, Ausbildungen - all diese Formate habe ich mit meinem Herzensthema gefüllt und von Anfang an hat es mich enorm viel Energie gekostet. Ich habe das meiner Unerfahrenheit zugerechnet und ich hatte wirklich viel zu lernen. Ich habe es auch zu Beginn mit meiner Begeisterung easy ausgleichen können. Und hey, wenn ich mich mit meiner klaren Positionierung erst am Markt etabliert habe, wird alles leichter. Aber das wurde es nicht.


Da kickte dann die Energie dieser Coaching-Bubble so richtig, weil sie mir das Gefühl gab, dass ich dann eben noch mehr Trauma heilen muss, mehr Blockaden lösen muss, mehr Selbstsabotage enttarnen muss. Fakt ist aber: es wurde nicht besser! Wurde es nicht! Und ich habe mir echt einen abgestrampelt. Wenns drauf ankam und ich einen von meinen genialen Kursen hätte zum zweiten Mal bewerben wollen, war der Ofen aus. Keine Energie mehr vorhanden. Und dabei wünsche ich mir doch noch immer, dass möglichst viele Menschen ihre Ahnen und Wurzeln finden. Ich fühlte mich oft hilflos und ratlos. Alles, was für andere funktionierte, funktionierte für mich nicht. Jedenfalls nicht konstant. Meine Kreativität war immer wieder meine Rettung. Ich entdeckte etwas Neues, ich entwickelte es was Neues und dann ging es wieder. Aber immer kostete es mich extrem viel Energie. Vorallem daran einen Kurs zu leiten und parallel einen anderen zu bewerben bin ich immer wieder gescheitert. Ich bin Monotaskerin. Und jetzt weiß ich auch, warum.


Als ich 2023 auf meine endlose Kontemplationsfrage "Wo kann ich mit meinen Fähigkeiten ideal wirken?" am Ende über die Ethnologie stolperte und mein Studium begann, wusste ich noch gar nicht, wohin mich das führen würde. Mich begeisterte wieder das Thema und ich zog daraus viel Inspiration für meine Kurse. Es blieb aber anstregend und diesmal begründete ich es damit, dass ich ja jetzt auch viel Zeit und Energie in mein Studium stecke. 2025 öffnete mir dann die Augen für meinen blinden Fleck - oder sogar für mehrere!


Blinder Fleck Nummer 1: Ich bin neurodivergent!


Im Mai erkannte ich, dass ich neurodivergent bin - vermutlich in Richtung ADHS, wobei ich keine Diagnose habe und deshalb vorsichtig mit dieser Behauptung bin. Aber es erklärt mir mein Leben von Anfang bis heute. Vieles habe ich seit meinem Ausstieg aus dem Hamsterrad schon richtig gemacht. Aber ich forderte gewohnheitsmäßig von mir noch immer Kontinuität und die kann ich scheinbar gar nicht leisten. Und das ist keine Selbstsabotage und keine Ausrede - das bin ich! Wenn Energie da ist, versetze ich Berge und wenn nicht, dann hilft alles Versuchen nicht. Die Neurodivergenz ist "hard wired", die Ursache ist körperlich. Und ich versuche ja auch nicht mehr zu wachsen, obwohl ich nur 1,62m groß bin. Mein Gott, wäre mein Leben anstregend, wenn ich das nicht akzeptieren würde, immer weiter versuchen würde zu wachsen, mich täglich zu messen und mich fertig machen würde für den ausbleibenden Erfolg. Meine Größe ist ein Fakt, genauso wie meine Neurodivergenz. Seit Mai arbeite ich daran, diese Erkenntnis zu verdauen. Ich sehe die Auswirkungen auf mein Leben, ich erkenne, wo ich immer wieder versucht habe es zu verändern und ich lerne mich auch an der Stelle anzunehmen wie ich bin. Manchmal hat es Vorteile und manchmal Nachteile und es gibt auch "Trittleiterchen" für Neurodivergenz. Außeredm darf ich andere Menschen genauso selbstverständlich um Hilfe bitten in den Bereichen, in denen ich einfach nicht klar komme. Ohne Scham. Ich schäme mich ja auch nicht, jemanden zu bitten, mir ein Glas Marmelade aus dem obersten Regal zu geben, weil ich nicht dran komme.

Auch wenn da noch viel in Arbeit ist, wird es leichter. Wenn auch gerade noch in sehr emotionalen Wellen.


Blinder Fleck Nummer 2: Ich bin Forscherin!

Die zweite große Erkenntnis kam jetzt erst im Dezember, auch wenn ich schon im September beim Hexenhain Treffen ganz klar sagte "Ich bin definitiv keine Heilerin". Und eigentlich wollte ich sogar noch anfügen "Ich bin auch keine Lehrerin", aber das traute ich mich nicht, weil sofort in mir eine sehr schmerzhafte Frage aufkam: "Was soll ich denn sonst sein?".


Im Dezember bekam ich endlich eine Antwort auf diese Frage und wenn ich zurückblicke, dann ist sie so plausibel! Ich bin Forscherin. Nicht nur, dass ich die Methode der Feldfoscherung in meinem Studium von Minute 1 an geliebt habe. Ich glaube sogar, dass das der Grund ist, warum mich dieses Studium gerufen hat. Ich lerne dort meinen Forschunsdrang zu ordnen und auszzurichten und am Ende ein nachvollziehbares Ergebnis zu haben, das ich mit anderen Teilen kann, statt "nur" eigene Erfahrungen zu sammeln. Außerdem habe ich erkennen dürfen, dass ich immer dann in meinem "Business" erfolgreich war, wenn meine Kurse eigentlich Forschungen waren. Und mein Antrieb, auch hinter dem Ahnenhotel, ist es die Welt der Ahnen und unsere Kontakte zu ihnen besser zu verstehen. Es ist schön, wenn dabei Heilung geschieht und Menschen glücklicher und freier Leben können - aber ganz ehrlich: ich fürchte, das war nie meine Prio. Heilung ist bei mir die beste Nebenwirkung der Welt, aber meine Begeisterung schlägt für die Erfahrung, die Erkenntnis und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Projektmanagement war defintiv passender zu mir als Coaching und jetzt weiß ich endlich wie Ahnenmagie und Projektmanagement zusammen gehen: in spirituellen Forschungsprojekten zu unseren Wurzeln!


Blinder Fleck Nummer 3: Ich brauche viel mehr Rückzug!


Auch hier fielen mir erst kürzlich die Tomaten von den Augen. Mein Horoskop, mein Human Design und meine Gene Keys schreien es mir seit Jahren entgegen und ich konnte es nicht sehen. Ich brauche Rückzug, Zeit zur Reflektion in Ruhe und Abgeschiedenheit. Just Me, Myself and I. Nicht nur räumlich - da habe ich es sehr oft - sondern auch virtuell! Ich glaube ich habe mich das nicht sehen lassen, weil es zu meinen neurodivergenten Überlebensstrategien gehört, mir das nicht zu erlauben. Aber die stehen ja jetzt sowieso alle auf dem Prüfstand, also kann auch dieser Schleier endlich fallen.


Wenn ich Gruppen leite und Menschen begleite ist Rückzug in dem Ausmaß wie ich ihn brauche überhaupt nicht möglich. Ich brauche lange Phasen der Integration und Reflexion. Zeit, in der ich mich in meine Rabbitholes vertiefen kann und in denen ich nur meinen Impulsen folge. Es geht nicht darum mich in der Zeit zu erholen, es sind nur passivere Arbeitsphasen. Außerdem kann ich dann meine Gabe zum Hyperfokus so richtig nutzen und meiner Kreativität und meinem ungewöhnlichen Denken Raum geben kann. Und als Forscherin macht das so viel Sinn. Denn es sind auch die Phasen der Auswertung meiner Erfahrungen und Beobachtungen, der Analyse und des Schreibens.


Ist das nicht crazy, dass ich dafür gemacht bin? Ich könnte weinen vor Glück über diese Erkenntnis. Ich bin für das gemacht, was ich liebe! Und endliche checke ich auch, was genau das ist. Ich dachte ja bisher ich sollte mehr Angebote zum Rückzug anbieten - nur dass ich dann ja wieder keinen gehabt hätte!


Meine Prioritäten drehen sich also gerade komplett um und damit darf ich alles neu ausrichten. Meine Kurse, die jetzt gerade noch laufen, werde ich natürlich zuendet begleiten. Und auch das Ahnenhotel wird es weiterhin geben. Aber im Rahmen meiner neuen Ausrichtung. Was ich neu anbieten werde sind spirituelle Forschungsprojekte, wie ich im Sommer schon ganz spontan eines angeboten hatte, aber viel klarer strukturiert. Jetzt wo ich begriffen habe, um was es eigentlich geht. Und danach nehme ich mir Zeit, um die Ergebnisse gründlich zu analysieren und zu dokumentieren. Und das führt mich vielleicht auch nochmal zu einem weiteren blinden Fleck, den ich jetzt erkennen durfte.

Blinder Fleck Nummer 4: Ich bin Autorin!


Kaum konnte ich schreiben, habe ich Geschichten geschrieben. Als Teenager wollte ich Journalistin werden. Aber ich war einfach zu introvertiert für diesen Job und da war mir viel zu viel Zeitdruck und Stress und Wettbewerb in dieser Branche. Also habe ich jahrelang meine Freude am und mein Talent zum Schreiben nur begleitend oder unterstützend zu anderen Tätigkeiten genutzt. Auch das darf sich ändern.


Ich schreibe nicht mehr um Angebote zu verkaufen. Ich nutze Storytelling nicht mehr fürs Marketing. Ewig blockiert diese Art zu denken schon mein erstes Buch. Ich dachte ich schreibe ein Buch über Ahnenmagie für mehr Reichweite für mein Business. Jetzt wo sich herausstellt, dass sich mein ganzes System die ganze Zeit zu Recht mit Händen und Füßen gegen mein altes Format wehrt, ist mir auch klar, warum das bisher nicht ging. Ich wollte gar nicht noch mehr Menschen begleiten.


Anderherum wird ein Schuh draus: Ich schreibe Bücher, die aus meinen Forschungsprojekten entstehen. Und ich halte darin nichts zurück, um meine Kurse noch verkaufen zu können. Ich teile alles, was sich in einem Buch teilen lässt. Für alles, was ich nicht guten Gewissens in ein DIY Buch packen kann, empfehle ich von Herzen gerne die wunderbaren Coaches und Heiler, die ich kenne. Und wer mit mir Arbeiten mag, der kann mich hier und da in meinen Forschungsprojekten begleiten und dann lernen und entdecken wir gemeinsam. In diesem Projekten begleite ich nicht, ich führe. Auch das steht eigentlich schon ewig in meinen Gene Keys.


Fazit


So - ich glaube damit bin ich erstmal am Ende meines Outings angekommen. Mein Ziel ist klar. Der Weg dahin noch nicht so ganz und es darf Übergangslösungen geben. Ich bin auf jeden Fall unendlich dankbar für diese Erkenntnisse und freue mich, wenn du mich auch auf meinem neuen Weg weiterhin begleitest, als MitforscherIn oder als LeserIn und HörerIn , was auch immer besser zu dir passt.


Und wenn du für dich etwas aus meiner Erfahung mitnehmen magst, dann wären es vielleicht diese Punkte:

  1. Frag dich nicht nur, WAS deine Berufung ist sondern auch WIE und WO.

  2. Wenn etwas über Jahre nicht einfacher für dich wird, dann stell nicht dich in Frage, sondern lass los, was auch immer du da tust. Es ist vermutlich nicht für dich. Jedenfalls nicht so.

  3. Wenn sich etwas nicht heilen lässt - nicht mal mit Ahnenmagie - dann ist es vielleicht eine deiner Gaben, die sich im falschen Umfeld einfach nur als Störfaktor zeigen kann.

  4. Und es gibt diesen Platz, der dich genau in deiner Einzigartigkeit braucht - mit allen Stärken und vermeintlichen Schwächen. P.S. Ich begleite dich nicht auf deinem Weg dahin, aber ich mache dir mit meinem Vorbild gerne Mut, selbst oder mit anderen loszugehen.



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