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Neurodivergenz und der Ring der Prüfungen

  • Autorenbild: Ilka Sventja Küster
    Ilka Sventja Küster
  • vor 6 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

What if?

 

Was wäre wenn wir einfach akzeptieren und voll und ganz annehmen, dass manche unserer Probleme nicht da sind, weil wir noch etwas in uns heilen müssen, sondern weil wir die Welt verändern dürfen?


Weil wir aufstehen dürfen und endlich laut und deutlich für uns einstehen sollen?

Was wenn es nämlich nicht nur um unsere eigenen Bedürfnisse geht, die wir tagtäglich ignorieren?


Was wenn es nicht nur für uns persönlich Zeit ist „Stopp“ zu rufen, weil alles zu schnell und zu viel ist und weil wir nicht mehr länger alleine weiterkönnen?

Was wäre, wenn DAS unsere Aufgabe ist? Stopp zu rufen. Mehr noch: Das Stoppen zu sein…

 

Ich bin Anfang der Woche über etwas gestolpert, das mich seitdem nicht loslässt. Ich forschte nach anderen Ansätzen rund um Neurodivergenz. Und wenn ich forsche, dann stoße ich oft auf überraschende Wendungen, die sich so geführt anfühlen, dass mein Verstand das nicht wieder wegwischen kann.


Diese Wendung begann damit, dass ich hinter der Couch ein Buch fand, das irgendwann aus dem Regal gefallen sein muss. Keine Ahnung wann. Noch war kein Staub darauf. Es lag dort aufgeschlagen mit dem Rücken nach oben, sodass ich sofort sehen konnte, dass es eines meiner Gene Key Bücher war. Der englische Band „Prosperity“, in dem die Perlsequenz beschrieben ist. Neugierig hob ich es auf und dreht es herum. Die aufgeschlagene Seite drehte sich um die Verbindung zwischen der Bestimmung und der Kultur. Ich weiß, dass die Sphäre der Kultur der Knackpunkt ist, wenn es am Wohlstand hapert, also ließ ich mich führen und las.


Meine Kultur ist der 33. Gene Key, der vom Schatten des Vergessens über die Gabe der Achtsamkeit zum Siddhi der Offenbarung führt. Die 33 ist außerdem auch meine Evolution. Ich kenne ihn also gut. Trotzdem holte ich auch den Text wieder heraus und las weiter. Vergessen. Eine ganz zentrale Herausforderung für neurodivergente Menschen. Und es kostet mich oft so viel Energie, den Überblick zu behalten. Aufschreiben ist eine Sache, aber ich lese so selten, was ich geschrieben habe. Ins Handy als Erinnerung einstellen geht auch, aber mein Smartphone gehört inzwischen eigentlich auf die Liste der Dinge, von denen ich mich mehr und mehr lösen möchte. Da poppt die Erinnerung an etwas hoch und ich schaue drauf und sehe die ganzen anderen Meldungen und Schwups hat es mich verschluckt und ich scrolle durch Social Media. Um dabei natürlich zu vergessen, dass ich eine Erinnerung für etwas bekommen hatte. Der Schatten des Vergessens – Neurodivergenz in seiner unschönen Form.


Aber dann blieb mein Blick an etwas hängen, woran ich lange nicht gedacht hatte, weil ich auch nicht wirklich wusste, was ich mit dieser Information anfangen soll. Der 33. Gene Key wird zu einem ganz speziellen DNA-Baustein zugeordnet – zu einem Stop-Codon. Stop-Codons sind ganz zentrale Bausteine, weil sie die DNA erst lesbar machen. Sie sind der Punkt am Ende eines Satzes. Sie zeigen an, dass der Informationsstrang dort endet. Sie heben den Sinnzusammenhang heraus. Ohne Start- und Stop-Codons wäre unsere DNA ein sehr verwirrender Haufen Info. Worte ohne Punkt und Komma und Absatz. Unklar im Sinn und unendlich interpretierbar. Unter den Gene Keys gibt es drei, die zu den Stop-Codons gehören: der 33., der 56. und der 12. Zusammen bilden sie den Codon Ring der Prüfungen. Eine Art Abschlussprüfung für die Entwicklung der Menschheit.


Als ich die Texte der anderen beiden Stop-Codons dann auch noch las, erfasste mich Aufregung und mein Herz begann zu klopfen. Im Schatten zeigen sie alle bekannte Herausforderungen der Neurodivergenz auf: Vergessen (33), Ablenkung (56) und die Eitelkeit des 12. Gene Key vereint in sich Perfektionismus und Maskieren.


Für mich ist ja schon klar, dass es bei Neurodivergenz nicht darum geht, dass wir das heilen sollen. Wir sind so und das aus gutem Grund. Die Ahnen haben mir eindeutig gesagt, dass es bei der Neurodivergenz um Entwicklung geht und die Symptome keine Folgen von Ahnentraumata sind. Die Stop-Codons erzählen mir auf ganz anderem Weg das gleiche. Entferne ein Stop-Codon und die DNA wird unlesbar. Das kann nicht die Lösung sein.


Die Lösung ist bei den Gene Keys immer die Anhebung der Energie. Im Schatten lernen wir etwas. Der Schatten ist der Nährboden für die Gabe, die darin keimen und wachsen kann. Aus dem 33. Schatten des Vergessens entsteht die Gabe der Achtsamkeit. Und ich weiß nicht, wie du das siehst, aber Achtsamkeit hat bei mir Grenzen. Achtsam kann ich nur sein, wenn ich langsamer werde, als unsere Gesellschaft von mir fordert. Achtsam kann ich auch nur mit einer begrenzten Anzahl von Personen und Dingen sein. Wahrscheinlich hat da jeder eine persönliche Grenze, was noch geht, aber es hat Grenzen und auch mit dieser Grenze darf ich achtsam sein, sonst rutsche ich wieder in den Schatten des Vergessens. Ich muss also an einigen Stellen Stopp sagen, um achtsam leben zu können.


Bei mir sind das die Anzahl unterschiedlicher Themen pro Tag. Am liebsten wäre mir ja nur ein Thema pro Tag. Zwei sind ok. Drei das absolute Limit, wenn ich es auf Vormittag, Nachmittag und Abend verteilen kann. Es ist die Anzahl meiner Freunde. Mehr als eine Handvoll hatte ich nie zu selben Zeit. Ich erkenne das inzwischen auch in meiner Liebe zum Minimalismus. Weniger ist für mich mehr. Das ist was der 33. Gene Key für mich in meinem Leben bewirkt, und ich erkannte es erst im letzten Jahr als Teil meiner Neurodivergenz.


Wobei ich nicht sage, das alle die den 33. Gene Key in ihrem Profil haben neurodivergent sind und die ohne entsprechend nicht. Das ist Quatsch. Ich glaube nicht, dass es eindeutige Merkmale in den Gene Keys gibt, um sowas abzulesen. Dafür ist das ganze viel zu komplex. Und wir tragen ja auch alle alle Gene Keys in uns, manche stehen nur mehr im Rampenlicht als andere.


Ich sehe es erst jetzt ,im Kontext der Neurodivergenz, nicht mehr als meine Aufgabe meine Achtsamkeit zu trainieren, um mit immer mehr Dingen achtsam sein zu können. Das dachte ich vorher wirklich. Dass ich trainieren muss achtsam zu sein, bis ich immer alles auf dem Schirm habe und in unserer schnellen, vollen Welt mithalten kann. Mit der Energie des Stop-Codons setzt dieser Gene Key vielleicht eher eine Grenze, einen Punkt, einen Schlussstrich. Ich darf den für mich ziehen und mit meiner Energie achtsam umgehen.


Ich schaue aber immer auch auf das Große Ganze und nicht nur auf mich. Und ich sehe diese Bewegung auch in der Gesellschaft. Es gäbe das Wort Minimalismus nicht, wenn es nicht mehr Menschen wie mich gäbe. Es gäbe keine Tinyhouses. Es gäbe keine „Simplify your Life“-Bewegung.


Und jetzt ist da diese Welle an Bewusstsein, die uns zeigt, dass nicht einzelne von uns persönlich versagen in Bezug auf die Anforderungen dieser Welt, sondern dass es viele sind. Wir haben sie nur hinter ihren Masken und Diagnosen nicht gesehen. Jetzt sehen wir uns. Und wir begreifen, dass wir nicht noch härter an uns arbeiten müssen. Wir sind anders und dürfen anders sein.


Und so komme ich zurück zu meinen Fragen vom Anfang. Was wenn wir, neurodivergente Menschen, die Stop-Codons unserer Gesellschaft sind? Was, wenn wir die sind, die Stopp sagen müssen und den Wahnsinn des ewigen Wachstums und der endlosen Beschleunigung stoppen sollen? Was wenn wir Teil von Mutter Erdes Bremssystem sind, das diesem Weg der Menschheit ein Ende setzen darf? Was wenn wir der Punkt sind hinter dem rasanten, mentalen Entwicklungssprint der Menschheit, bevor wir alles kaputt machen?


Ich glaube auch, dass die Erkenntniswelle rund um die Neurodivergenz noch lange nicht zu Ende ist. Es fühlt sich wie ein Teil des Erwachens an, aber gar nicht spirituell, sondern sehr alltäglich. Da werden noch viel mehr Menschen aufhören so zu tun als ob. Und dann greift der Schlusspunkt, den wir gemeinsam hinter diese Phase der menschlichen Entwicklung setzen. Und dann darf das Start-Codon (41. Gene Key) einen neuen Satz beginnen.

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