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Ahnenbotschaft: Finden Sie das Vertrauen in Ihnen wieder

  • Autorenbild: Ilka Sventja Küster
    Ilka Sventja Küster
  • vor 3 Tagen
  • 6 Min. Lesezeit

Welcher Ahne oder welche Ahnin hat eine Botschaft für uns?


Mir zeigt sich ein Mann in einem hellbraunen Anzug aus einem warmen Wollstoff und mit strubbeligem weißem Haar. Sein Vollbart ist ebenso weiß und strubbelig und er trägt eine silberne Nickelbrille. Er erwartet mich in seinem Arbeitszimmer und ich schätze wir befinden uns im 19. Jahrhundert.


„Ah, da sind Sie schon. Nehmen Sie Platz.“ begrüßt er mich und es fühlt sich an, als begrüße er häufig am Tag Menschen in seinem Arbeitszimmer mit diesen Worten. Er steht gerade noch am Fenster und geht nun ein paar Schritte, um sich hinter seinen Schreibtisch zu setzen. Mir hat er mit einer Geste den Platz auf der gegenüberliegenden Schreibtischseite zugewiesen.


Hinter seinem Schreibtisch wird die gesamte Wand von einem deckenhohen Bücherregal eingenommen. Die Bücher wirken aber ähnlich wie sein Haar etwas durcheinander. Mir scheint, weil er sie viel nutzt. Der Schreibtisch dagegen wirkt sehr aufgeräumt. An der Fensterfront seiner Arbeitszimmers befindet sich eine Sitzecke mit einem Sessel, einer Couch und einem kleinen Tisch, auf dem sich ebenfalls wild die Bücher stapeln. Neben der Tür steht eine große Tafel, auf der mit Kreide Skizzen gezeichnet sind.


„Mögen Sie eine Tasse Tee?“ fragt er mich und ich nicke. Daraufhin läutet er mit einem Glöckchen, das auf seinem Schreibtisch steht und eine Frau mit einem Notizbuch tritt ein. Vermutlich seine Sekretärin. Er bittet sie, mir eine Tasse Tee zu bringen und sie nickt und verschwindet wieder. In dem Moment frage ich mich, wie seine Sekretärin mich jetzt wohl gerade wahrgenommen hat. Ein irritierender Gedanke. Ich reise schließlich nicht in der Zeit. Dieser Ahne begrüßt mich nur in einem Szenario, das ihm aus seinem Leben vertraut ist. Ich schiebe den Gedanken beiseite und schon öffnet sich die Tür wieder und ich bekomme eine Tasse Tee.


Als wir wieder alleine sind, sage ich „Danke, dass Sie mich empfangen.“ Er nickt und scheint nachzudenken. Dann fragt er „Was war gleich noch ihr Anliegen?“ und er streicht sich gedankenverloren durch sein strubbeliges Haar. Draußen höre ich Pferdekutschen vorbeifahren. „Ich habe nach einer Ahnenbotschaft für unsere Zeit gefragt und sie haben darauf reagiert.“ antworte ich. „Ah, ja, ja, ich erinnere mich…“ beginnt er und ich habe wieder das Gefühl, dass es eine typische Phrase für ihn ist. Dann scheint er wieder zu überlegen.


„Wissen Sie, ich finde ihre Frage höchst spannend. Und ich möchte ihnen einen wirklich guten Ratschlag mitgeben. Doch ich bin noch nicht sicher, was das sein könnte. Was beschäftigt Sie denn in ihrer Zeit?“ Aus all den Themen, die uns in unserer Zeit beschäftigen, beschließe ich das Thema zu wählen, das mich persönlich gerade besonders beschäftigt. „Wir leben in einer Welt, die immer schneller und komplexer geworden ist. Wir haben den Kontakt zur Natur in großen Teilen verloren und sie ausgebeutet. Wir haben …“


Plötzlich unterbricht er mich, in dem er sich über den Schreibtisch streckt und mir seine Hand entgegenhält. Etwas ungeduldig sagt er „Geben Sie mir ihre Hand“. Ich reiche sie ihm und er greift mit beiden Händen zu, hält meine Hand fest in seinen. Er schaut mir eindringlich in die Augen, als er spricht. „Sie sehen hier all die Bücher und vielleicht schließen sie daraus, dass ich viel Denke.“ Ich nicke langsam. „Dem ist nicht so. Also nicht so, wie sie vielleicht meinen. Nicht wissenschaftlich. Also geben sie mir keine sachliche Abhandlung über ihre Zeit. Sagen sie mir, was sie da drin brauchen.“ Er nimmt eine Hand von meiner und legt sie sich bedeutsam an die Brust. Ich bin etwas irritiert über seine plötzliche Intensität, aber ich nicke. „Wir brauchen Vertrauen und Halt.“ antworte ich.


„Na, sehen sie, damit kann ich arbeiten.“ Er lässt meine Hand los, lehnt sich in seinem Stuhl zurück und öffnet eine Schublade. Er holt eine Pfeife, Tabak und Streichhölzer heraus, stopft sie in aller Gemütsruhe und zündet sie an. Er zieht ein paar Mal daran und lässt seinen Blick dabei über seine Bücher schweifen. Dann steht er auf, zieht eines heraus und legt es blindlinks auf den Schreibtisch, während sein Blick weiter die Bücherreihen entlang gleitet. Dann zieht er ein weiteres heraus und dann noch eins. Beide landen auf dem Schreibtisch. Er zieht wieder an seiner Pfeife und pustet den Rauch auf die Bücher im Regal. „Hm, hm…“ brummt er dabei und lässt seinen Blick wandern.


Er geht ein Stück in die Knie und beugt sich zu tieferen Reihen hinab, geht in dieser Position einige Schritte und zieht dann mit einen „Ha!“ ein viertes Buch heraus mit dem er triumphierend zurück zum Schreibtisch kommt und sich schwungvoll setzt. Sein Blick und seine ganze Haltung sagen „jetzt habe ich es“ und ich warte gespannt. Er klemmt sich die Pfeife in den Mundwinkel und beginnt im vierten Buch zu blättern. Er murmelt eine Seitenzahl, die ich nicht ganz verstehe und als er sie aufgeschlagen hat. Beginnt er einen Absatz vorzulesen. „Ich bin mir nicht sicher, was die Welt von mir erwartet, auch wenn ich mein Bestes gebe. Ich kann nicht wissen, was davon nun gut und was schlecht ist, wenn andere in vielen Jahren auf mein Leben zurückblicken. Es erscheint mir fast sinnlos darüber nachzudenken, aber es lassen kann ich auch nicht. Oh, wenn es doch mehr Tage der puren, reinen Klarheit gäbe, so wie in Kindertagen. Wo ich das volle Vertrauen hatte, dass ich, wenn ich abends brav bete, dann wird alles, was ich am nächsten Tag tue, gut sein. Ich weiß gar nicht, woher diese Überzeugung kam, aber sie war da und sie war unumstößlich. Bis ich sie vergaß und begann zu grübeln.“ Hier hört er auf zu lesen und schaut mich erwartungsvoll an.


„Was ist das für ein Buch?“ frage ich ihn und er grinst noch breiter. „Das sind meine Tagebücher.“ antwortet er und ich staune. „Was? Alle?“ Er nickt. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin baff. „Was machen sie denn hier damit? Ich habe den Eindruck, sie arbeiten sehr intensiv mit diesen Büchern.“ Er nickt und lehnt sich wieder paffend in seinem Stuhl zurück. „Das stimmt, das tue ich. Ich analysiere mein Leben, um zu beweisen, dass wir alle den Schlüssel immer schon vor der Nase haben, uns nur immer wieder ablenken lassen.“ Er hebt nochmal das Buch hoch, aus dem er gerade gelesen hat. „Damals war ich Mitte dreißig, als ich das schreib.“ Er greift zu einem anderen auf dem Schreibtisch und hebt es hoch. „Hier war ich Anfang zwanzig, als das Grübeln begann.“ Er nimmt ein weiteres auf. „Hier war ich 16 und der Zweifel setzte ein. Und hier“, er nimmt das letzte Buch hoch, „war ich 10 und noch im vollen Vertrauen, dass ich nur brav beten muss und alles, was ich tue, ist gut.“ Ich kriege den Mund nicht mehr zu und weiß nicht, was ich sagen oder fragen soll, also trinke ich einen Schluck Tee.


„Ihre Botschaft ist also, dass wir…“ setze ich vorsichtig an und weiß eigentlich nicht, wie ich den Satz zu Ende bringen soll, aber wie erhofft, führt er ihn für mich fort. „Dass sie das Vertrauen in sich finden müssen. Nicht heute, sondern als sie Kind waren. Wir hatten es alle, manche deutlicher und länger, andere unklarer und kürzer. Aber ich bin überzeugt, wir hatten es alle. Und wir hatten vermutlich auch alle diese kleinen Tätigkeiten, an denen wir es festmachen konnten. Bei mir war es das abendliche Beten, wie meine Mutter es mir beigebracht hatte. Ich weiß nicht, ob es wirklich am Beten lag. Für mich vermutlich schon. Andere haben ihr Vertrauen vielleicht in ihrer Familie verankert oder in ihrem Haus, in ihrem Spielzeug, an einem Baum. Das verrückte ist, dass es beinahe ist, als würden wir unser Vertrauen wirklich auf diese Dinge und Tätigkeiten übertragen. Und wenn wir sie nicht mehr haben oder tun, dann verlieren wir das Vertrauen mit ihnen. Dabei war der Ursprung doch in uns selbst. Daran müssen wir uns erinnern. Das ist der Schlüssel.“


Jetzt bin ich noch sprachloser als zuvor. Sofort beginne ich mein inneres Archiv zu durchstöbern und stoppe mich wieder. Das hat Zeit. „Oh mein Gott, das macht so viel Sinn.“ antworte ich ihm und er strahlt mich an. „Ich wusste doch, ich finde die richtige Botschaft für sie.“ Ich nicke stumm und merke, wie ich innerlich schon wieder in Kindheitserinnerungen stöbere. Ich trinke meinen Tee aus und überlege kurz, aber ich habe keine Fragen mehr, die er mir beantworten könnte. Meine Fragen richten sich nun alle an mich selbst.


„Ich danke ihnen sehr, für diese Botschaft und auch dafür, dass sie mir ihre Lebensbibliothek gezeigt haben.“ Er lächelt und steht auf. Erneut reichen wir uns die Hände über den Schreibtisch hinweg. „Besuchen sie mich gerne einmal wieder.“ sagt er zum Abschied noch kurz bevor ich sein Arbeitszimmer verlasse, „Ich bin immer hier und helfe gern.“ Und ich glaube, diese Einladung gilt nicht nur für mich persönlich.


(empfangen zum Wolfsmond 2026)


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